20-Grad-Marke nur knapp verfehlt!

Der 8. März 2015 sorgte mit Föhnunterstützung für die ersten frühlungshaften Temperaturen in diesem Jahr. Dabei wurde die 20-Grad-Marke nur ganz knapp verfehlt. Die höchste Temperatur im Wetternetz Hagen wurde in Elsey mit 19,7 Grad Celsius gemessen, gefolgt von Holthausen mit 19,3 Grad Celsius und Fley mit 19,1 Grad Celsius. Im näheren Umfeld war es nur an den Meteogroup-Wetterstationen Dortmund (20,5°C), Unna (19,9°C) und Hemer (19,8°C) geringfügig wärmer. Charakteristisch für den sogenannten Sauerlandföhn ist die sehr trockene Luft. In Elsey wurde zwischenzeitlich nur eine relative Luftfeuchte von 17% und in Dahl von nur 15% gemessen. Im Volmetal brach der Föhn nachts ein und die Temperatur fiel in den Frostbereich auf bis zu -0,7 Grad Celsius während in Elsey die ganze Nacht hindurch die Föhnwirkung erhalten blieb und die Temperatur nicht unter 7,2 Grad Celius fiel. Eine Temperaturdifferenz von 8 Grad Celsius innerhalb weniger Kilometer Luftlinie.

 

Temperaturrekord im November!

Am 1. November 2014 wurde mit 22,4 Grad Celsius in Hohenlimburg der alte Rekordwert von 22,0 Grad Celsius, der erst am 5. November 2011 aufgestellt worden ist, übertroffen. An der Sternwarte in Hagen, wo seit 1956 ununterbrochen Wetterdaten aufgezeichnet werden, hat es für keinen neuen Rekord gereicht. Die gemessenen 19,4 Grad Celsius lagen 0,6 Grad unter dem Rekordwert von 20,0 Grad Celsius aus dem November 1959. Diese für einen November sehr hohen Temperaturen können nur noch durch Föhnunterstützung erreicht werden. Der Eifelföhn brachte Eschweiler am 1. November mit einem Maximum von 24,9 Grad Celsius fast noch einen Sommertag (Quelle: MeteoGroup). Wärmer kann es dann nur noch in den Alpen werden, wo die Berge höher sind und der Föhn noch deutlich ausgeprägter ist. Der Deutschlandrekord stammt mit 25,9 Grad, gemessen am 6. November 1997, aus Rosenheim (Quelle: DWD).

 

War der Sommer 2014 in Hagen schwüler als andere?

Vielen blieb der Sommer als schwül und gewittrig in Erinnerung. Kaum ein Tag verging, ohne dass es Schauer oder Gewitter gab. Allein der Juli brachte 28 Tage mit messbarem Niederschlag und war deutlich wärmer als im langjährigen Mittel. Da stellt sich die Frage, ob es auch schwüler als sonst war. Man erkennt leicht, dass der Juli hervorsticht, aber die restlichen beiden Sommermonate weniger Tage mit Schwüle brachten. Mit insgesamt 24 Tagen in diesem Sommer war es tatsächlich schwüler als in den Vorjahren. Anders ausgedrückt, war an jedem vierten Tag mit Schwüle zu rechnen. Nur der Sommer 2006 hatte noch mehr Tage mit Schwüle zu bieten.

 

Quelle: Wetterstation Hagen-Dahl

 

Als schwül wird ein Tag mit einer Äquivalenttemperatur von mindestens 56 °C Grad definiert. Die Äquivalenttemperatur gibt an, welche Temperatur die Luft erreichen würde, wenn der gesamte enthaltene Wasserdampf kondensiert und die dabei frei werdende Wärme die Lufttemperatur erhöht.

© Bastian Rissling, Wetternetz-Hagen